Hingehen,…

…empfiehlt Gregor Kunz, Autor, Dichter und Mitbegründer der BRN, nach Besichtigung von drei Ausstellungsteilen in der Wochenendausgabe der Sächsischen Zeitung (kompletter Text hier, leider nur für SZ-Abonnenten):

Ohne uns – das klingt nach konsequenter Verweigerung, entschlossener Abkehr, heroischem Widerstand. Was den Künstler aber auszeichnet, ist die Relevanz seiner Arbeit, nicht sein schöner Charakter. Es gab in den Kunstszenen jener Jahre lebhaftes Interesse am Projekt Sozialismus und komplettes Desinteresse, Abwehr und Taktieren, glückliches Partisanentum und unglücklichen Opportunismus – und das oft genug in einer einzigen Biografie. Frank Herrmann, damals wie heute aktiver Künstler, äußert in einem Interview, es wäre nicht um Opposition gegangen, sondern um Freiräume. Das trifft den Punkt. Künstler haben gemacht, was Künstler machen, wenn sie Künstler sind: Kunst, für und zur Not gegen die Gesellschaft. Was denn sonst?

Im Anschluß beschreibt Kunz die Ausstellungsteile im Detail; besonders gefallen hat ihm die stärkere thematische Konzentration in der Motorenhalle. In der Prager Spitze kritisiert er eine gewisse Überladenheit und räumliche Enge, konzediert aber die “redliche Informationsarbeit” und die Darstellung “gebündelter Zeitgeschichte”.

Comments are closed.