Di 8.12. | 20 Uhr | Scheune | Alaunstraße 36|40Filmabend | Das alte Lied (1991) | Ula Stöckl Katharina will eine alte Liebe zu Ende träumen, „ihr“ Haus in Dresden wieder bewohnen und endlich im Kreise aller Lieben Weihnachten feiern. Wollen das die Enkel auch? Trotz derselben Sprache haben sie Verständigungsschwierigkeiten. Noch – Dresden 1990 – ist alles offen.
Ich wollte eine Geschichte erzählen, die weder den Westdeutschen noch den Ostdeutschen sehr gefällt. Aber aus unterschiedlichen Gründen. Eines schönen Sonntagnachmittags, völlig überraschend, betreten die Besitzer aus dem Westen als die Herren dieser Liegenschaften im Osten die Gärten und Häuser, sich überhaupt nicht darum kümmernd, dass da andere Familien, Kinder, junge Menschen, schon alte Menschen, inzwischen vierzig Jahre dort leben, völlig legitim aus ihrer Sicht. Mir kam es darauf an, Schauspieler zu finden, die vor allem diese Erfahrung nachvollziehen konnten und schon aus diesem Grund nicht aus dem Westen kommen sollten. Aber auch in Bezug auf die Sprache hatte ich das Gefühl, dass ich diesen Film nicht mit Westschauspielern machen sollte. Ich habe sehr darauf geachtet, dass alles, was im Film an Sprache vorkommt, im Einverständnis mit den Schauspielern aus Dresden inszeniert wird. Ula Stöckl, 1938 in Ulm geboren, realisierte über 20 Filme, zu denen sie die Drehbücher fast immer selbst schrieb und die sie meistens auch produziert oder co-produziert hat. (Text: Nils Werner / Zitate: Ula Stöckl) Mi 9.12. | 20 Uhr | Prager SpitzeVortrag von Harald Kunde | A.R. Penck: Rebell ohne Erbe? Modellfall Penck? Überlegungen zur möglichen Wirkungsgeschichte eines Einzelgängers Ausgehend von den unterschiedlichen Kunstverhältnissen der beiden deutschen Staaten bis 1980, dem Jahr der Ausbürgerung Pencks, untersucht der Referent an signifikanten Beispielen die Werkentwicklung des Künstlers und verdeutlicht ihren singulären Status innerhalb der DDR-Kunst. Den Schwerpunkt des Vortrags aber bilden Überlegungen zur Wirkungsgeschichte des Penckschen Ansatzes bis zur Gegenwart, die sich auf unmittelbare künstlerische Begegnungen ebenso beziehen wie auf mittelbare Beeinflussungen und Wahlverwandtschaften. Comments are closed. |
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