Sa 9.1. | 16 Uhr | Motorenhalle

Kunstgespräch/Führung mit Gwendolin Kremer, Co-Kuratorin
Die Maler Ralf Kerbach, Helge Leiberg, Cornelia Schleime, Reinhard Stangl, Reinhard Sandner und Lutz Fleischer im Kontext der nonkonformen Dresdner Malerei der späten 1970er und frühen 1980er Jahre.
Nach der Veranstaltung in der Motorenhalle besteht die Möglichkeit einer gemeinsamen Besichtigung des Ausstellungsteiles in der Prager Spitze.

Sa 9.1. | 18 Uhr | Motorenhalle | Filmprogramm – Abschlußabend

18 Uhr
RASTER UND PSYCHE – Claus Löser im Gespräch mit Yana Milev – mit Filmbeispielen

Die Konzept- und Videokünstlerin Yana Milev studierte zunächst in Leipzig Malerei, bevor sie in Dresden Szenografie, Performance- und Medienkunst sowie Kulturtheorie belegte und mit Diplom abschloss. Mit Via Lewandowsky realisierte sie 1988 ihren ersten Super-8-Film doublage fantastique. Auch später baute sie kontinuierlich bewegte Bilder in ihre künstlerische Arbeit ein, so in Irreversibel (1989) oder Exodus: Auszug ins Gelobte Land (1992).
Seit 1995 befasst sie sich in ihren Projekten exponiert mit dem Thema der Urbanisierung von Räumen und Körpern und entwirft den Begriff der „De-Urbanisierung“. Sie entwickelte dazu zahlreiche Schriften, Vorlesungen und Entwürfe und erklärt darin ihre stadt- und baubezogenen Installationen, Performances und Objekte zu „Skulpturen des Übergangs“.

19:30 Uhr
Gemeinsames Abendessen – Es wird ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben.

20:30 Uhr
Behauptung des Raums – Unabhängige Ausstellungskultur in der DDR | Dokumentarfilm
Einführung mit Filmemacher Claus Löser

Die Geschichte der Leipziger Galerie EIGEN + ART zwischen 1983 und 1989 kann als Modellfall für zivilgesellschaftliche Courage im letzten DDR-Jahrzehnt betrachtet werden. Hier wurde ein wirksames Refugium geistiger Autonomie geschaffen, in dem sich junge Kreative einen selbst bestimmten Raum des künstlerischen Austausches schufen und sich somit der vorgesehenen staatlichen Kontrolle entzogen.
Dieser geschaffene Freiraum konnte jedoch nur innerhalb eines Prozesses behauptet werden, an dem viele Akteure zuvor als Wegbereiter beteiligt waren. Es waren verschiedene, bis in die 70er Jahre zurückführende Einzelinitiativen, mit denen die Erosion der staatlichen Kontrolle stückweise vorangetrieben wurde.
Behauptung-des-Raums
Die Aktivitäten der Leipziger Galerie EIGEN + ART, die sich schnell zu einem der wichtigsten Zentren der Subkultur entwickelte, stellen sich dadurch als Facetten einer gesellschaftlichen Entwicklung dar, die schließlich in die friedliche Revolution des Herbstes 1989 mündeten.
Die bislang noch nicht erschlossenen Videoaufzeichnungen des Archivs der EIGEN + ART von Vernissagen, Performances und Interviews verbindet der Film mit einer aktuellen dokumentarischen Ebene, in der beteiligte Künstler und Persönlichkeiten zu Wort kommen.

Eine Filmproduktion im Auftrag des Geschichtsforums

(Text: Webseite Geschichtsforum)

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