Freundliche Bitte um Mithilfe

Noch drei Monate bis zur Ausstellungseröffnung, die heiße Phase für Kuration und Organisation hat begonnen. Schon am letzten Freitag wurden die wichtigsten Vorbereitungsstränge in einem ersten großen Teamtreffen zusammengeführt. Recherchen laufen auf Hochtouren, Künstler bereiten Arbeiten vor, Zeitzeugen werden in langen Gesprächen von uns mit Fragen gelöchert. Am 1. Juli wird auch unser Projektbüro in der Prager Spitze seine Arbeit aufnehmen.

Für alle Interessierten, die unser Projekt ohne großen Aufwand unterstützen möchten: der tschechische Künstler Martin Zet hat eine schöne Idee für seine Arbeit “Passage”, die ab September in den Ausstellungsräumen in der Prager Spitze zu sehen sein soll. Er möchte einen Teppich aus – bevorzugt in Zeiten des Sozialismus entstandenen – ideologielastigen Büchern der jüngeren deutschen Geistesgeschichte knüpfen, den die Ausstellungsbesucher dann begehen werden.

Martin Zet's "Passage" Warschauer Version

Martin Zet's 'Passage', Warschauer Version


Allerdings fehlen ihm noch ein paar solcherart kontaminierte Bücher – genauer gesagt ungefähr elftausend. Eine schöne Gelegenheit, Dachboden, Keller oder Wohnzimmerschrank (so genau wollen wir’s nicht wissen) auszumisten und uns die dort entdeckten Blüten totalitären Denkens zukommen zu lassen. Beim Transport größerer Mengen sind wir gern behilflich.

Sollten Sie sogar interessantere Dinge entdecken als alte Bücher, können Sie ein anderes Kunstprojekt unterstützen, das ebenfalls für “Ohne Uns!” vorbereitet wird – es werden noch Menschen gesucht, die uns ihre von der DDR-Vergangenheit kündenden Dachböden zeigen und die Geschichte der dort gelagerten Gegenstände erzählen möchten.

Kontakt: Sandro Reppe – 0351/8660242 – sandro.reppe@riesa-efau.de – oder Kommentarfunktion

2 comments to Freundliche Bitte um Mithilfe


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  • Wolfram Baum

    02.07.2009
    Ich schaue auf den Bebel-Platz in Berlin und sehe wie ganz öffentlich mit der Gedenkstätte der Bücherverbrennung umgegangen wird…

    Sie schicken sich an eine neue Form der “Bücher…” zu innitiieren…

  • Ohne Uns!

    Das ist nun eine sehr unschöne Assoziation, die Sie da haben. Wir können aber versichern, dass bei Martin Zets Aktion keinem Buch ein Leid angetan wird. Betrachten Sie das Werk einfach als horizontale Bibliothek.

    Vielleicht wäre es hilfreich, eine solche Arbeit im Kontext ihrer Präsentation zu betrachten…