Update (mit weiblichen Subversionen)

Diese Seite hat mal wieder ein Update verdient, bevor das Gerücht entsteht, dass es sich bei “Ohne Uns!” auch um die redaktionelle Strategie handelt: Hier wird weiter zielstrebig und in einem der Größe des Projekts angemessenen Vorbereitungschaos auf die Triple-Eröffnung in zwei Wochen hingearbeitet. Der Kalender für die Begleitveranstaltungen steht von Details abgesehen fest und läßt sich (wenn Sie mal auf die rechte Seitenleiste schauen möchten) nun komplett einsehen. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen werden in der nächsten Woche sukzessive ergänzt.

Bis zur Eröffnung möchten wir hier aber endlich zum Projektkern – den Ausstellungen – vorstoßen und vorab kleine Einblicke in die Vielfalt der gezeigten Werke und die zugrunde liegenden Konzepte unserer Kuratoren geben. (Zeitgleich wird natürlich auch eine umfangreiche Dokumentation, die alle Werke und ausstellenden Künstler einschließen wird, vorbereitet.)  Den Anfang macht heute der von Susanne Altmann vorbereitete eigenständige Ausstellungsexkurs “Hab ich Euch nicht blendend amüsiert? – Weibliche Subversionen in der späten DDR-Kunst“, der vom 24. September an in der Prager Spitze zu sehen sein wird.

Gabriele Kachold_Verschmelzung_1983_ aus Frauen miteinander (Fotobuch)

Susanne Altmann hat für ihr Modul experimentelle Filme, Installationen, Gemälde und Fotokunst zusammengestellt, die die Spannung zwischen einer männlich dominierten offiziellen wie nichtoffiziellen Kunst und der kreativen Selbstverwirklichung von Künstlerinnen in einer doppelten Drucksituation thematisieren. Die Ausstellung untersucht weibliche, oft körperbasierte Bildwelten, die in der Rezeption der DDR-Kunst bislang kaum wahrgenommen wurden. In ihrer Energie und Prägnanz sind sie einerseits auf Augenhöhe mit dem feministischen westlichen Diskurs jener Jahre lesbar, andererseits repräsentieren sie die ostdeutsche Spezifik des weiblichen Selbstbestimmungsprozesses in der Kunst.

Zur Exkurs-Seite, zu den Gesprächsabenden mit Susanne Altmann

Abb.: Gabriele Stötzer “Verschmelzung” (1983), aus ihrem Fotoband “uns, frauen miteinander”

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