November

Mi 4.11. | 20 Uhr | Prager Spitze
Vortrag | Kurator Paul Kaiser

Bildende Kunst und Gegenkultur in Dresden Part II (1971-1990)
Der Vortrag behandelt die facettenreiche Kunstszene in Dresden und thematisiert Künstlergruppen („Lücke“ bis „Gruppe Meyer“), inoffizielle Privatgalerien („Kellergalerie“ bis „fotogen“) sowie wichtige Aktionen („Intermedia I“ bis „Frühlingssalons“).
—verschoben auf 17.12.—

Sa 7.11. | 16 Uhr | Motorenhalle
Kunstgespräch | Gwendolin Kremer, Co-Kuratorin

Über die Bedeutung der Farbe in frühen Gemälden von Cornelia Schleime, Ralf Kerbach, Reinhard Sandner und Wolfram Adalbert Scheffler.
Künstliche, grellbunte Farbigkeit: die ersten Gemälde des Chemnitzer Malers W.A. Scheffler Anfang der 1980er Jahre wollten Affront und Provokation zugleich sein. Die von Schleime, Kerbach und Sandner verwendete Farbpalette aus dieser Zeit könnte in ihrer Materialität hingegen als ›arte povera‹ durchgehen: Bildträger aus Leinwand, Rupfen und Fließ sowie die verwendeten Malmittel – wie Tusche und Sand bei Schleime – zeugen von den Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Künstlermaterialien in realsozialistischen wie später in kapitalistisch geprägten Verhältnissen.
Nach der Veranstaltung in der Motorenhalle besteht die Möglichkeit einer gemeinsamen Besichtigung des Ausstellungsteiles in der Prager Spitze

Sa 7.11. | 20 Uhr | Prager Spitze
Puppenspiele ohne Puppen | Shisa und Lato – Kora Kara

Das Stück “Shisa und Lato” erzählt die märchenhafte Geschichte von der schönen Shisa, dem Helden Lato und dem bösen Krähquepp. “Kora Kara” führt uns auf der Suche nach einer mysteriösen Dame durch die blühende Heimatlandschaft, wo wir den Startschuss in die große Knusperlust hören. Richaâârd (Richard Mansfeld) agiert gestisch und mimisch vor seinem Publikum. Sabine Grüner begleitet am Cello.

Mo 9.11. | 19 Uhr | Volkssolidarität | Schäferstraße 7 | im Anschluss Konzertkeller
20 Jahre erste Bürgerversammlung Dresden und 20 Jahre riesa efau | MIT UNS!

‚OHNE UNS!’ präsentiert zum 20. Jubiläum der ersten Dresdner Bürgerversammlung des Neuen Forums und zu „20 Jahre riesa efau“ die Audio-Collage ‚MIT UNS!’. Darin ist Bärbel Bohley, Mitbegründerin des Neuen Forums, zu hören. Daneben erinnern sich ehemalige Mitglieder der „Neuen Forum Basisgruppe Friedrichstadt“ an diese turbulente Zeit. Ab 20.30 Uhr wird im Konzertkeller des riesa efau mit Musik gefeiert.

Di 10.11. | 16 Uhr | Gedenkstätte Bautzner Straße
Kuratorenführung

Eine thematische Führung durch den Ausstellungsteil mit einem der beiden Kuratoren.
Nach der gemeinsamen Besichtigung besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Do 12.11. | 20 Uhr | Prager Spitze
Moritz von Rappard im Gespräch mit Lutz Schramm und Wolfgang Zimmermann zu unabhängiger Musik und DT64

Ein Gesprächsabend mit dem ehemaligen „Parocktikum“-Macher Lutz Schramm und dem Veranstalter Wolfgang Zimmermann (u.a. „Intermedia I“, 1985 Coswig) über Freiräume und Tabuzonen in der unabhängigen Musikszene und beim staatlichen Rundfunksender DT64. (mit Tonbeispielen)

Sa 14.11. | 16 Uhr | Prager Spitze
Kuratorenführung

Eine thematische Führung durch den Ausstellungsteil mit einem der beiden Kuratoren.
Nach der gemeinsamen Besichtigung besteht die Möglichkeit zur Diskussion im Ausstellungscafé der Prager Spitze.

Mi 18.11. | 20 Uhr | Scheune | Alaunstraße 36|40
Musik-Mal-Performance | Lothar Fiedler und Helge Leiberg

Frei improvisierte Musik mit Lothar Fiedler (Gitarre), Almut Kühne (Gesang) und Berit Jung (Bass) begegnet live projizierter Malerei von Helge Leiberg

Sa 21.11. | 16 Uhr | Prager Spitze
Kuratorenführung

Eine thematische Führung durch den Ausstellungsteil mit einem der beiden Kuratoren.
Nach der gemeinsamen Besichtigung besteht die Möglichkeit zur Diskussion im Ausstellungscafé der Prager Spitze.

Mi 25.11. | 20 Uhr | Prager Spitze
Vortrag | Die Funktionäre sind im Widerstand – Dresden von unten | Christoph Tannert

Zum großen Ärger der Ideologen brachen in der Kunst der DDR immer wieder skeptische Tendenzen auf. Doch das Gleichgewicht zwischen Ja- und Neinsagern hielt sich. Trotz des Kampfes vieler KünstlerInnen, sich gegen die staatlichen Kontrollstrategien zu behaupten und die Dogmen aufzubrechen, blieb es bei der seit Hegel dominierenden Werkästhetik – bis in Dresden die Autoperforationsartistinnen kamen. – Mit Bild- und Tonbeispielen

Sa 28.11. | 16 Uhr | Motorenhalle
Kunstgespräch | Gwendolin Kremer, Co-Kuratorin

—fällt aus—